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Mixtape der Woche

6. Januar 2026, 15:23 Uhr von Uwe

Heut ist der Tag der drei (h)eiligen Könige, was zumindest für mich im hiesigen Bundesland ein Feiertag ist. Grund genug, noch schnell ein Mixtape der Woche einzuschieben, bevor morgen wieder der Alltag losgeht.

Die drei komischen Könige – laut Mittermeier ja die erste Kifferkommune der Welt („sie rauchten Myrrhe und folgten einem Stern den nur sie sahen“) – sind mir völlig wurscht, im rockenden Paralleluniversum huldigt man ja anderen Königen.

Motörhead – Killed By Death

Lemmy ist Gott und als solcher eh unsterblich. Der passende Song dazu erschien 1984 als Single und nicht als Teil eines regulären Albums, sondern nur auf der Compilation „No Remorse“. Eingespielt wurde es in der Besetzung Phil Campbell und Würzel (R.I.P.) an den Gitarren, Pete Gill am Schlagzeug und natürlich Lemmy an Bass und Gesang. Es war damals das erste Lebenszeichen dieser neuen Besetzung. Die Nummer war damals charttechnisch eine Pleite, wurde aber live zum Klassiker.

Rainbow – Catch The Rainbow

Dio ist die Stimme Gottes, und als solche weilt er ja auch schon seit 2010 nicht mehr unter uns. Das Debüt von Rainbow, erschienen 1975, ist ein Klassiker der Rockgeschichte, auch wenn es auf ewig im Schatten des Nachfolgers „Rising“ stehen wird. Diese Ballade zeigt eindrucksvoll, wozu Dio stimmlich in der Lage war, und live wurde das Stück natürlich noch viel epischer ausgewalzt, allerdings trugen da auch Koryphäen wie Cozy Powell (R.I.P.) am Schlagzeug und Jimmy Bain (R.I.P.) am Bass ihren Teil dazu bei.

Gary Moore & Phil Lynott – Out In The Fields

Phil Lynott war Bassist, Sänger und Chef von Thin Lizzy, während Gary Moore zwischenzeitlich dort Gitarre spielte, bevor er solo den Blues zockte. Diese Nummer von 1985 war eines der letzten Lebenszeichen von Lynott, der Anfang 1986 den drogenbedingten Rockstartod starb. Gary Moore weilt auch nicht mehr unter uns, er starb 2011 an Herzversagen.

AC/DC – Jailbreak

Bon Scott war einer der größten Rockstars der 70er Jahre, und als er im Februar 1980 alkoholbedingt den Highway To Hell hinabrauschte war nichts mehr so wie zuvor. AC/DC fanden mit Brian Johnson einen neuen Sänger und veröffentlichten mit „Back In Black“ das erfolgreichste Rockalbum aller Zeiten, aber das Charisma von Bon Scott blieb für immer unerreichbar. Diese frühe Nummer erschien bereits 1976 auf der australischen Pressung von „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“, im Rest der Welt wurde erst 1984 die „’74 Jailbreak“ EP veröffentlicht, die auch andere rare Songs enthielt.

Jimi Hendrix – Foxy Lady

Jimi Hendrix revolutionierte in den späten 60ern das Gitarrenspiel und starb im September 1970 an den Folgen von Drogen und Alkohol, wie so einige Stars vor ihm und viel zu viele seither. Dieser Song vom 1967 Debütalbum zeigt ihn jedoch auf der Höhe seiner Kunst.

Led Zeppelin – Immigrant Song

Led Zeppelin war größte die Rockband der 70er Jahre, vier Meister ihrer jeweiligen Instrumente und in der Summe nochmal größer. Das Schlagzeug vermöbelte John Bonham, der „noch lauter auf die Pauke haute als Keith Moon“, wie ich es mal irgendwo gelesen hatte. 1980 war Schluß, wie schon Bon Scott wenige Monate vorher verstarb Bonham nach zu viel Alkohol, was gleichzeitig das Ende von Led Zeppelin bedeutete. Der Immigrant Song war damals grade 10 Jahre alt und zeigt eine junge hungrige Band, die gerade neu definiert was Rockmusik heißt.

The Who – Magic Bus

Wo ich schon Keith Moon erwähnt habe… Das Enfant Terrible am Schlagzeug prägt den Rhythmus dieser Nummer von 1968, während John Entwistle (R.I.P.) am Bass die Nummer überhaupt nicht mochte, weil er live minutenlang immer die gleichen Noten runterrocken musste. Moon the Loon – bis heute als einer der besten Schlagzeuger aller Zeiten gehandelt – starb 1978 an den Nachwirkungen seiner Alkoholsucht, John Entwistle starb 2002 überraschend an einem Herzinfarkt.

Damit ist das Mixtape eigentlich voll. Morgen jährt sich aber der Tod des Professors Neil Peart zum fünften Mal, deswegen gibt es ausnahmsweise noch eine Bonusnummer:

Rush  – Der Trommler

Dieses Schlagzeugsolo wurde 2004 auf der R30-Jubiläumstour aufgenommen. Der deutsche Titel rührt daher, dass es auf der Show in Frankfurt/Main mitgeschnitten wurde.

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